Gottlieb Ribbentrop

VII, 7 – Marienthaler Hauptast

Gottlieb Friedrich Wilhelm Heinrich August, (* 31. März 1775 in Grasleben, einem Vorwerk der Domäne Mariental, Landkreis Helmstedt, Niedersachsen; 20. April 1834 in Braunschweig), Bergassessor in braunschweigischen Diensten und zum Kammerrat berufen (Mitglied der fürstlichen Hofkammer). In der napoleonischen Zeit bekleidete er die Position des Westfälischer Oberbergmeisters. Als Berghauptmann und Vorstand aller braunschweigischen Berg- und Hüttenwerke beendete er sein berufliches Lebenswerk.

Persönliche Lebensdaten und Ausbildung

  1. 31.03.1775 geboren in Grasleben, einem Vorwerk der Klosterdomäne MarienthaL, aufgewachsen in Braunschweig
  2. 01.05.1793 Immatrikulation an der Academia Julia Carolina, Helmstedt, Studium der Kameralwissenschaft
  3. 1794-1798 Fortsetzung des Studiums an der Georg-August Universität, Göttingen
  4. 19.11.1798 nach Abschluss des Studiums, Eintritt in Braunschweigische Staatsdienste
  5. 04.11.1804 Heirat mit Juliane Auguste Elisabeth, geb. Schröder, in Heimburg b. Blankenburg, einziger Tochter des Ökonomen Johann Christoph Schröder und dessen Frau Anna Maria, geb. Dröge, aus Blankenburg
  6. 1806-1827 dieser Ehe entstammen 5 Söhne und 4 Töchter
  7. 20.04.1834 Tod, wahrscheinlich an den Folgen einer Rippenfellentzündung und der damit einhergehenden Brustwassersucht

Mitgliedschaften

  1. 25.03.1826 Ehrenmitglied der Großherzoglich Sächsischen Societät für die gesamte Mineralogie zu Jena, in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen

Beruflicher Werdegang

  1. 19.11.1798 Berufung zum Bergkommissar in Blankenburg a. Harz
  2. 25.03.1799 Ernennung zum Kammer Assessor bei der fürstlichen Kammer daselbst
  3. 19.12.1803 Ernennung zum Bergrat in Blankenburg/Harz
  4. 24.08.1805 Berufung zum Kammerrat an der Herzogl. Braunschweigisch-Lüneburgischen Kammer in Blankenburg;
    Oberaufsicht über die Eisenhütten und Marmorbrüche im Fürstentum Blankenburg und Stifts- amt Walkenried
  5. 1807 nach Errichtung des Königreichs Westfalen durch Kaiser Napoléon Übernahme der Carlshütte b. Blankenburg als Ingénieur en Chef 2me Classe
  6. ca. 1810 Ernennung zum Ingénieur en Chef de 1re Classe
  7. 1815 Wiedereinsetzung in seine Funktion als Herzogl. Kammerrat
  8. 03.02.1818 Beförderung zum Oberbergrat und Übernahme der Leitung des Berg- und Hüttenwesens im Kreis Blankenburg a. Harz
  9. 21.12.1832 Ernennung zum Berghauptmann und Direktor der Herzogl. Braunschweigischen Berg- und Hüttenwerke in Braunschweig

Auszeichnungen

  1. 16.11.1826 Daneborg Orden durch den König von Dänemark

Bibliographie

  • Ribbentrop, Gottlieb: Vermischte Bemerkungen und Versuche über das Eisen, C. J. Meyer, Braunschweig, 1796,
    Fundstelle: Herzog-August-Bibliothek, Wolfenbüttel
  • Camara de Bethencourt, M.F. da, Übersetzung von Gottlieb Friedrich Ribbentrop: Resultate chemischer und metallurgischer Erfahrungen, in Absicht der Bleyersparung bey dem Schmelzprozess. Mit Zusätzen von Wilh. Aug. Lampadius, Walther, Dresden, 1797,
    Fundstelle: Universitätsbibliothek, Kiel, British Library, London
  • Ribbentrop, Gottlieb: Über die Blitzröhren oder Fulguriten, und besonders über das Vorkommen derselben am Regensteine bei Blankenburg, Friedrich Vieweg, Braunschweig, 1830,
    Fundstelle: ARCHIVribbentrop
  • v. Strombeck, Fürstl.-Lippischer Geh. Rath: Ueber Blitzröhren und deren Auffindung in der Nachbarschaft des Regenseteins durch den Herrn Oberbergrath Ritter Ribbentrop zu Blankenburg, Hannoversches Magazin, Nr. 20 u. 21, 1830,
    Fundstelle: ARCHIVribbentrop