Georg Julius Ribbentrop

VIII, 14 – Marienthaler Hauptast

Georg Friedrich Wilhelm Philipp August Julius Ribbentrop, ( * 2. Mai 1798 in Bremerlehe b. Wesermünde – † 13. April 1874 in Göttingen) Rechtsgelehrter der Savigny-Schule. Dr. iur. und ordentlicher Professor für Römisches Recht  an der Georg-August-Universität, Göttingen. Stellte sich öffentlich hinter den „Göttinger Sieben“ und setzte sich für die Freiheit des wissenschaftlichen Universitätsbetriebes jenseits eines staatlichen Dirigismus ein. 1844 Hofrat, 1854 Geheimer Justizrat.

Persönliche Lebensdaten und Ausbildung

  1. 02.05.1798 geboren in Bremerlehe bei Wesermünde, Kindheit in Stade und gymnasiale Schulbildung in Stade, Braunschweig und Göttingen
  2. 1814 Immatrikulation an der Georg-August-Universität, Göttingen, zunächst im Fachbereich Philologie
  3. Sommer 1816 Wechsel des Studienplatzes an die Universität Berlin und Aufnahme des Studiums der Rechtswissenschaften am Lehrstuhl von Friedrich Carl v. Savigny
  4. 22.11.1816 Rückkehr an die Universität Göttingen
  5. 05.03.1817 noch vor dem Staatsexamen Bestellung zum 2. Akzessisten (Anwärter auf den Gerichts- und Verwaltungsdienst) an der Universitätsbibliothek, Göttingen
  6. 25.09.1819 Staatsexamen mit dem Prädikat „summos honores contulit“, Promotion zum
    Dr. iur.
  7. 1818/19 erneuterStudienaufenthalt in Berlin und Begin des freundschaftlichen Kontaktes zu Savigny
  8. 08.1844 Verleihung der Bürgerrechte der Stadt Göttingen
  9. 13.04.1874 Tod durch Schlaganfall

Beruflicher Werdegang

  1. Herbst 1820 Aufnahme der Lehrtätigkeit als Privatdozent an der Universität Göttingen
  2. 18.02.1822 Aufnahme in das Spruch-Collegium (ausserordentl. Gericht, das von den ordentlichen Gerichten um Meinungen gefragt werden konnte) als beratendes Mitglied
  3. 26.04.1823 Berufung zum ausserordentlichen Professor, mit der Verpflichtung, das gesamte Spektrum des Römichen Rechts zu lehren
  4. 1831 Veröffentlichung des Hauptwerkes, die Monographie „Zur Lehre von den Correal-Obligationen“.
    Das Universitätskollegium schlägt dem König die Berufung zum ordentlichen Professor
  5. 04.02.1832 Ernennung zum ordentlichen Professor
  6. 01.1869 Vereidigung auf die preußische Verfassung

Auszeichnungen

  1. 1847 Welfischer Guelphen-Orden 4. Klasse
  2. 13.06.1850 Ritterkreuz zum Welfischen Guelphen-Orden 3. Klasse
  3. 30.08.1869 Preußischer Kronenorden 2. Klasse

Bibliographie

  • Ribbentrop, Georgio Iulio: De necessaria, quam vocant, novatione Commentatio, Gottingae, 1822
    Fundstelle: Universitätsbibiliothek, Leipzig
  • Ribbentrop, Georgio Iulio: Commentatio ad L. 16. §. 5.D. de Pignoribus et L. 9. §. 1. D. de Exceptione Rei Iudicatae, C. Herbst, Gottingae, 1823
    Fundstelle: Bayerische Staatsbibliothek, München; Kopie ARCHIVribbentrop
  • Ribbentrop, Dr. Georg Julius: Zur Lehre von der Correal-Obligation, Dieterichsche Buchhandlung, Göttingen, 1831
    Fundstelle: ARCHIVribbentrop
  • Vorlesungsnachschrift: Grundriß zu Pandekten-Vorlesungen, Göttingen, 1833
    Fundstelle: N.N.
  • Vorlesungsnachschrift: Grundriß zu Vorlesungen über Geschichte und Alterthümer des Römischen Rechts, Göttingen, spätestens 1845
    Fundstelle: N.N.
  • Vorlesungsnachschrift: Institutionen des römischen Rechts – nach dem Vortrage des Hr. Pr. geh. Justizr. Ribbentrop, Göttingen, 1864
    Fundstelle: ARCHIVribbentrop
  • Vorlesungsnachschrift: Institutionen des römischen Rechts – nach dem Vortrage des Hr. Pr. geh. Justizr. Ribbentrop, Göttingen, 1873
    Fundstelle: ARCHIVribbentrop
  • Ribbentrop, Georg Julius: Chrestomathie von Belegstellen zu den Institutionen, Göttingen, 1874
    Fundstelle: N.N.