Gut

Der Meierhof Ribbentrup ist im 13. Jahrhundert aus der Zusammenlegung von 4 Höfen entstanden. Die Vorfahren des Stammvaters der Familie Ribbentrop, Heinrich Meyer zu Ribbentrup, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Hof bewirtschaftete, lebten ab dem Ende des 14. Jahrhunderts bereits hier als erbmeierstättische Besitzer.

  1. 12. Jh. Ricbrehtinthorp wird in der Heberolle der Abtei Herford, als zu der „Villikation“ (Meierei) Breda gehörig, erstmals erwähnt,. Es bestand aus 4 Höfen nahe Salzuflen, dem Amt Schötmar zugehörig.
  2. 13.-14. Jh. Die Ländereien der Höfe werden zu einer eigenen „Villikation“ zusammengelegt, zu einem Verbund von mittelalterlichen Fronhöfen mit dem zentralen Hof, Richertstrup. Dieser steht in Abhängigkeit zu den Grafen zur Lippe, Lehnsherren der geistliche Abtei Herford.
  3. Mitte 14. Jh. Es entwickelte sich eine „neue Klasse“ von Grundbesitzern, die persönlich frei sind. Sie bewirtschafteten das Gut, die gutsherrlichen Rechte jedoch blieben bei der Abtei Herford. Dagegen lagen die landesherrlichen Rechte, insbes. die richterliche Gewalt bei den Gaugrafen, den Edlen Herren zur Lippe.
  4. 15.-16. Jh. Aus den sogen. Villikationen werden zu Meiereien und der deutsche „Meier“ tritt an die Stelle des Villikus. Das Besitzverhältnis gegenüber dem Gutsherrn war der heutigen Erbpacht ähnlich. Die Besitzungen nannten sich erbmeierstättische Güter. Mitte des 16. Jhd. wurde die Reformation auch im Lippischen umgesetzt. Die kirchliche/gutsherrliche Hoheit über den Grundbesitz ging auf Lippischen Grafen, vertreten durch die gräfliche Rentkammer in Detmold, über.
  5. 1607 Das älteste Salbuch des Amt Schötmar verzeichnet den Friedrich zu Ribbendorff als freien Meier zu Ribbentrup.
  6. 1618-48 Der 30-jährige Krieg verwüstete das Fürstentums Lippe, insbes. wütet er im nördlichen Teil des Landes . Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren extrem angespannt.
  7. um 1770 Wurde das Gut aus dem Besitz eines Jobst Philipp, ein Nachkomme des Heinrich Meyer zu Ribbentrup, wegen Überschuldung verkauft.

Seit dem gab es wechselnde Eigentümer.

  1. Ende 19. Jh. Das Gut bewirtschaftete eine Fläche von 125 ha, davon 58 ha Ackerland, 42 ha Laub- und Tannenwald und 16 ha Wiesen und Weideland
  2. um 1935 Es gab Überlegungen, das Gut in das Eigentum der Familie Ribbentrop zurück zu erwerben, wozu es schliesslich nicht kam.
  3. heute Das Gut ist im Eigentum der Familie Meyer zu Heepen, die einen Reiterhof betreiben.